Wer ist der Reiche, der gerettet wird? · Kapitel 28
Das zweite in der Reihe, und nicht weniger als dieses, sagt er, ist: „Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst“, folglich Gott über dir selbst. Als sein Gesprächspartner fragte: „Wer ist mein Nächster?“, nannte er nicht, wie es bei den Juden geschehen wäre, den Blutsverwandten, den Mitbürger, den Proselyten oder den, der ebenso beschnitten war, oder den Menschen, der dasselbe Gesetz gebraucht. Vielmehr führt er einen Mann ein, der auf dem Weg vom Hochland von Jerusalem nach Jericho hinabsteigt, und stellt ihn dar, wie er von Räubern niedergestochen und halbtot am Weg liegen gelassen wird; vom Priester wird er übergangen, vom Leviten von der Seite angesehen, aber vom verachteten und ausgestoßenen Samariter bemitleidet. Dieser ging nicht wie jene achtlos vorbei, sondern kam mit den Dingen versehen, die der in Gefahr befindliche Mann brauchte, wie Öl, Verbände, ein Lasttier und Geld für den Wirt, zum Teil jetzt gegeben und zum Teil versprochen. „Wer von diesen dreien“, sagte er, „war dem Nächsten dessen, der dies erlitt?“ Und als jener antwortete: „Der, der an ihm Barmherzigkeit übte“, sprach er: Geh also auch du hin und handle ebenso, da die Liebe zu guten Taten aufblüht.
Wörter in diesem Kapitel
Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.
Englischer Text: Ante-Nicene Fathers, vol. 2, Who is the Rich Man that shall be Saved? (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), William Wilson, 1885 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: Ante-Nicene Fathers, vol. 2, Who is the Rich Man that shall be Saved? (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), William Wilson (1885) · gemeinfrei