3. Baruch · Kapitel 11
Und als ich all diese Dinge vom Erzengel gelernt hatte, nahm er mich und führte mich in einen vierten Himmel.
2Und ich sah eine eintönige Ebene, und in ihrer Mitte einen Wasserteich.
3Und darin waren Scharen von Vögeln aller Art, aber nicht solche wie hier auf Erden.
4Ich sah aber einen Kranich, so groß wie große Ochsen; und alle Vögel waren größer als die in der Welt.
5Und ich fragte den Engel: Was ist die Ebene, und was der Teich, und was sind die Scharen von Vögeln rings um ihn?
6Und der Engel sprach: Höre, Baruch: Die Ebene, die den Teich und andere Wunder enthält, ist der Ort, wohin die Seelen der Gerechten kommen, wenn sie miteinander reden und in Chören zusammenleben. Das Wasser aber ist das, was die Wolken empfangen und als Regen auf die Erde fallen lassen, damit die Früchte wachsen.
7Und ich sprach wiederum zum Engel des Herrn: Was aber sind diese Vögel? Und er sprach zu mir: Es sind jene, die ständig dem Herrn Lob singen.
8Und ich sprach: Herr, und wie sagen die Menschen, dass das Wasser, das als Regen herabfällt, aus dem Meer ist?
9Und der Engel sprach: Das Wasser, das als Regen herabfällt, ist auch dieses aus dem Meer und aus den Wassern auf der Erde; was aber die Früchte anregt, stammt nur aus der letzteren Quelle.
10Wisse daher künftig, dass aus dieser Quelle das kommt, was man den Tau des Himmels nennt.
Wörter in diesem Kapitel
Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.
Englischer Text: The Greek Apocalypse of Baruch, in The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. II, H. Maldwyn Hughes, 1913 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: The Greek Apocalypse of Baruch, in The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. II, H. Maldwyn Hughes (1913) · gemeinfrei