Prozesseinreden gegen die Häretiker · Kapitel 30
Doch lasst mich von diesem Exkurs zurückkehren, um den Vorrang der Wahrheit und die spätere Entstehung der Falschheit zu erörtern, und dabei sogar aus jenem Gleichnis Stütze für meine Beweisführung gewinnen, das an erster Stelle die Aussaat des guten Weizens durch den Herrn stellt, später aber die Verfälschung der Saat durch seinen Feind, den Teufel, mit dem unnützen Unkraut des Taumelloches einführt. Denn darin wird der Unterschied der Lehren bildlich beschrieben, da an anderen Stellen ebenfalls das Wort Gottes dem Samen verglichen wird. Aus der tatsächlichen Reihenfolge wird daher klar, dass das, was zuerst überliefert wurde, vom Herrn und wahr ist, während jenes fremd und falsch ist, das später eingeführt wurde. Dieser Satz wird gegenüber allen späteren Häresien bestehen bleiben, die keine folgerichtige Beschaffenheit verwandter Erkenntnis in sich haben, um die Wahrheit für sich zu beanspruchen.
Wörter in diesem Kapitel
Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.
Englischer Text: Ante-Nicene Fathers, vol. 3, The Prescription against Heretics (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), Peter Holmes, 1885 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: Ante-Nicene Fathers, vol. 3, The Prescription against Heretics (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), Peter Holmes (1885) · gemeinfrei