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Polykarpbrief an die Philipper · Kapitel 6

Kapitel 6 — Die Pflichten der Presbyter und anderer.

2Und die Presbyter sollen mitleidig und barmherzig gegen alle sein, die Irrenden zurückbringen, alle Kranken besuchen, die Witwe, die Waise oder den Armen nicht vernachlässigen, sondern stets dafür sorgen, „was vor Gott und den Menschen ehrbar ist“; sie sollen sich von allem Zorn, von Ansehen der Person und ungerechtem Urteil fernhalten; sie sollen sich weit von aller Habgier fernhalten, einem bösen Gerücht über irgendjemanden nicht schnell Glauben schenken, im Urteil nicht hart sein, da wir wissen, dass wir alle unter der Schuld der Sünde stehen.

3Wenn wir also den Herrn bitten, uns zu vergeben, so sollen auch wir selbst vergeben; denn wir stehen vor den Augen unseres Herrn und Gottes, und „wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi erscheinen, und jeder muss von sich selbst Rechenschaft geben“.

4So lasst uns ihm in Furcht und mit aller Ehrfurcht dienen, wie er selbst es uns geboten hat, und wie die Apostel, die uns das Evangelium verkündigt haben, und die Propheten, die das Kommen des Herrn vorausverkündigt haben, uns gleicherweise gelehrt haben.

5Lasst uns eifrig sein im Streben nach dem, was gut ist, und uns fernhalten von Anstößen, von falschen Brüdern und von denen, die heuchlerisch den Namen des Herrn tragen und eitle Menschen in den Irrtum führen.

Wörter in diesem Kapitel

Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.

Englischer Text: Ante-Nicene Fathers, vol. 1, The Epistle of Polycarp to the Philippians (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), Alexander Roberts and James Donaldson, 1885 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.

Quelle: Ante-Nicene Fathers, vol. 1, The Epistle of Polycarp to the Philippians (Buffalo: Christian Literature Publishing Co.), Alexander Roberts and James Donaldson (1885) · gemeinfrei