Josef und Aseneth · Kapitel 25
Da erhob sich der Sohn des Pharao in derselben Nacht und kam zum Schlafgemach seines Vaters, um ihn mit dem Schwert zu erschlagen. Die Wachen seines Vaters aber hinderten ihn daran, zu seinem Vater hineinzugehen, und sagten zu ihm: „Was befiehlst du, Herr?“
2Der Sohn des Pharao sprach zu ihnen: „Ich will meinen Vater sehen, denn ich will die Weinlese meines neu gepflanzten Weinbergs einbringen.“ Und die Wachen sagten zu ihm: „Dein Vater leidet Schmerzen und hat die ganze Nacht wachgelegen, und nun ruht er, und er hat uns gesagt, dass niemand zu ihm hineingehen soll, ‚nicht einmal, wenn es mein erstgeborener Sohn ist‘.“
3Als er dies hörte, ging er im Zorn weg und nahm sogleich fünfzig berittene Bogenschützen mit sich und zog vor ihnen her, wie Dan und Gad es ihm gesagt hatten.
4Und die jüngeren Brüder, Naphtali und Asser, sprachen zu ihren älteren Brüdern Dan und Gad: „Warum begeht ihr wiederum Bosheit gegen euren Vater Israel und gegen euren Bruder Joseph? Und Gott bewahrt ihn wie den Augapfel. Siehe, habt ihr nicht einst Joseph verkauft? Und er ist heute König über das ganze Land Ägypten und Speisegeber. Wenn ihr nun wieder Bosheit gegen ihn üben wollt, so wird er zum Höchsten schreien, und er wird Feuer vom Himmel senden, und es wird euch verzehren, und die Engel Gottes werden gegen euch kämpfen.“
5Da wurden die älteren Brüder zornig gegen sie und sagten: „Und sollen wir sterben wie Frauen? Das sei ferne.“ Und sie gingen hinaus, um Joseph und Asenath entgegenzutreten.
Englischer Text: Joseph and Asenath: The Confession and Prayer of Asenath, Daughter of Pentephres the Priest (London: SPCK), E. W. Brooks, 1918 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: Joseph and Asenath: The Confession and Prayer of Asenath, Daughter of Pentephres the Priest (London: SPCK), E. W. Brooks (1918) · gemeinfrei