Erstes Buch von Adam und Eva · Kapitel 28
Als aber der listige Satan sah, dass sie zum Garten gingen, versammelte er seine Heerschar und erschien im Schein auf einer Wolke, entschlossen, sie zu täuschen.
2Als Adam und Eva ihn so in einer Vision sahen, dachten sie, es seien Engel Gottes, die gekommen seien, um sie zu trösten, weil sie den Garten verlassen hatten, oder um sie wieder in ihn zurückzuführen.
3Da breitete Adam seine Hände vor Gott aus und flehte ihn an, ihnen zu verstehen zu geben, was sie seien.
4Da sprach Satan, der Feind alles Guten, zu Adam: „O Adam, ich bin ein Engel des großen Gottes; und siehe die Heerscharen, die mich umgeben.
5Gott hat uns gesandt, dich und Eva zu holen und zur Grenze des Gartens im Norden zu bringen, an das Ufer des klaren Meeres, und euch darin zu baden und zu eurer früheren Freude zu erheben, damit ihr wieder in den Garten zurückkehrt.“
6Diese Worte drangen in das Herz von Adam und Eva.
7Doch Gott hielt sein Wort von Adam zurück und ließ ihn nicht sogleich verstehen, sondern wartete, um seine Kraft zu sehen; ob er überwältigt würde, wie Eva im Garten überwältigt worden war, oder ob er obsiegen würde.
8Da rief Satan Adam und Eva zu und sprach: „Seht, wir gehen zum Meer des Wassers“, und sie begannen zu gehen.
9Und Adam und Eva folgten ihnen in einigem Abstand.
10Als sie aber zu dem Berg im Norden des Gartens kamen, einem sehr hohen Berg, ohne Stufen bis zu seiner Spitze, da trat der Teufel zu Adam und Eva und brachte sie wirklich, nicht in einer Vision, bis zur Spitze hinauf; denn er wollte sie hinabstürzen und töten und ihren Namen von der Erde tilgen, damit diese Erde ihm und seinen Heerscharen allein bliebe.
Englischer Text: The Forgotten Books of Eden, The First Book of Adam and Eve (New York: Alpha House), translated by S. C. Malan, Rutherford H. Platt Jr. (ed.), 1926 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: The Forgotten Books of Eden, The First Book of Adam and Eve (New York: Alpha House), translated by S. C. Malan, Rutherford H. Platt Jr. (ed.) (1926) · gemeinfrei