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Slawisches Henochbuch (2. Henoch) · Kapitel 31

Adam hat Leben auf der Erde, und ich schuf einen Garten in Eden im Osten, damit er das Testament beachte und das Gebot halte.

2Ich öffnete ihm die Himmel, damit er die Engel sehe, die das Lied des Sieges singen, und das Licht ohne Dunkel.

3Und er war unablässig im Paradies, und der Teufel begriff, dass ich eine andere Welt erschaffen wollte, denn Adam war Herr auf der Erde, um sie zu beherrschen und zu lenken.

4Der Teufel ist der böse Geist der niederen Orte; als Flüchtling machte er Sotona aus den Himmeln, denn sein Name war Satanail (Satan); so wurde er anders als die Engel, doch seine Natur änderte sich nicht in seinem Verstand, was das Verständnis von Gerechtem und Sündhaftem angeht.

5Und er erkannte seine Verdammnis und die Sünde, die er zuvor begangen hatte; darum fasste er einen Gedanken gegen Adam; auf diese Weise drang er ein und verführte Eva, berührte aber Adam nicht.

6Aber ich verfluchte die Unwissenheit; was ich zuvor gesegnet hatte, das verfluchte ich nicht. Ich verfluchte nicht den Menschen, nicht die Erde, nicht die anderen Geschöpfe, sondern die böse Frucht des Menschen und seine Werke.

Wörter in diesem Kapitel

Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.

Englischer Text: The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. 2, The Book of the Secrets of Enoch (Oxford: Clarendon Press), N. Forbes and R. H. Charles, from W. R. Morfill, 1913 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.

Quelle: The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. 2, The Book of the Secrets of Enoch (Oxford: Clarendon Press), N. Forbes and R. H. Charles, from W. R. Morfill (1913) · gemeinfrei