2. Thessalonicher: Der Tag des Herrn
1 · LIES DEN TEXT
2. Thessalonicher 2:1-12 und 3:6-13
2. Thessalonicher 2:1-12
Im Leser öffnen →1Aber der Zukunft halben unsers HERRN Jesu Christi und unsrer Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brüder, 2daß ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, weder durch Geist noch durch Wort noch durch Brief, als von uns gesandt, daß der Tag Christi vorhanden sei. 3Lasset euch niemand verführen in keinerlei Weise; denn er kommt nicht, es sei denn, daß zuvor der Abfall komme und offenbart werde der Mensch der Sünde, das Kind des Verderbens, 4der da ist der Widersacher und sich überhebt über alles, was Gott oder Gottesdienst heißt, also daß er sich setzt in den Tempel Gottes als ein Gott und gibt sich aus, er sei Gott. 5Gedenket ihr nicht daran, daß ich euch solches sagte, da ich noch bei euch war? 6Und was es noch aufhält, wisset ihr, daß er offenbart werde zu seiner Zeit. 7Denn es regt sich bereits das Geheimnis der Bosheit, nur daß, der es jetzt aufhält, muß hinweggetan werden; 8und alsdann wird der Boshafte offenbart werden, welchen der HERR umbringen wird mit dem Geist seines Mundes und durch die Erscheinung seiner Zukunft ihm ein Ende machen, 9ihm, dessen Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei lügenhaftigen Kräften und Zeichen und Wundern 10und mit allerlei Verführung zur Ungerechtigkeit unter denen, die verloren werden, dafür daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben angenommen, auf daß sie selig würden. 11Darum wird ihnen Gott kräftige Irrtümer senden, daß sie glauben der Lüge, 12auf daß gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern haben Lust an der Ungerechtigkeit.
2. Thessalonicher 3:6-13
Im Leser öffnen →6Wir gebieten euch aber, liebe Brüder, in dem Namen unsers HERRN Jesu Christi, daß ihr euch entzieht von jedem Bruder, der da unordentlich wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat. 7Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nachfolgen. Denn wir sind nicht unordentlich unter euch gewesen, 8haben auch nicht umsonst das Brot genommen von jemand; sondern mit Arbeit und Mühe Tag und Nacht haben wir gewirkt, daß wir nicht jemand unter euch beschwerlich wären. 9Nicht darum, daß wir es nicht Macht haben, sondern daß wir uns selbst zum Vorbilde euch gäben, uns nachzufolgen. 10Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, daß, so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen. 11Denn wir hören, daß etliche unter euch wandeln unordentlich und arbeiten nichts, sondern treiben Vorwitz. 12Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie durch unsern HERRN Jesus Christus, daß sie mit stillem Wesen arbeiten und ihr eigen Brot essen. 13Ihr aber, liebe Brüder, werdet nicht verdrossen Gutes zu tun.
2 · VERSTEHE ES
Der zweite Brief korrigiert eine Fehlentwicklung: Jemand behauptete im Namen des Paulus, der Tag des Herrn sei schon da, und manche hörten auf zu arbeiten, um zu warten. Paulus entkräftet das Gerücht und gibt die nüchternste Regel des Neuen Testaments: „so jemand nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen“, und er meint den, der sich für den Müßiggang entschieden hat, nicht den, der keine Arbeit findet. Es ist die Spiritualität des Alltags: Das Warten auf das Weltende befreit niemanden davon, die Rechnungen zu bezahlen und für die zu sorgen, die von ihm abhängen. Der wahre Glaube bringt das Leben nicht durcheinander, er ordnet es.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Erfülle heute eine konkrete Pflicht, die du bisher vergeistigt hast, um sie aufzuschieben. Gut getane Arbeit ist auch Gehorsam.
Gebet der Lektion
Herr, lass die Hoffnung auf deinen Tag mich verantwortungsvoller machen, nicht weniger. Segne meine Arbeit von heute. Amen.