1. Timotheus: Die Seelsorge
1 · LIES DEN TEXT
1. Timotheus 3:1-13 und 6:6-12
1. Timotheus 3:1-13
Im Leser öffnen →1Das ist gewißlich wahr: So jemand ein Bischofsamt begehrt, der begehrt ein köstlich Werk. 2Es soll aber ein Bischof unsträflich sein, eines Weibes Mann, nüchtern, mäßig, sittig, gastfrei, lehrhaft, 3nicht ein Weinsäufer, nicht raufen, nicht unehrliche Hantierung treiben, sondern gelinde, nicht zänkisch, nicht geizig, 4der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit aller Ehrbarkeit, 5(so aber jemand seinem eigenen Hause nicht weiß vorzustehen, wie wird er die Gemeinde Gottes versorgen?); 6Nicht ein Neuling, auf daß er sich nicht aufblase und ins Urteil des Lästerers falle. 7Er muß aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen, die draußen sind, auf daß er nicht falle dem Lästerer in Schmach und Strick. 8Desgleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizüngig, nicht Weinsäufer, nicht unehrliche Hantierungen treiben; 9die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben. 10Und diese lasse man zuvor versuchen; darnach lasse man sie dienen, wenn sie unsträflich sind. 11Desgleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lästerinnen, nüchtern, treu in allen Dingen. 12Die Diener laß einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Häusern. 13Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und eine große Freudigkeit im Glauben an Christum Jesum.
1. Timotheus 6:6-12
Im Leser öffnen →6Es ist aber ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen. 7Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; darum offenbar ist, wir werden auch nichts hinausbringen. 8Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns genügen. 9Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke und viel törichte und schädliche Lüste, welche versenken die Menschen ins Verderben und Verdammnis. 10Denn Geiz ist eine Wurzel alles Übels; das hat etliche gelüstet und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen. 11Aber du, Gottesmensch, fliehe solches! Jage aber nach der Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der Sanftmut; 12kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du auch berufen bist und bekannt hast ein gutes Bekenntnis vor vielen Zeugen.
2 · VERSTEHE ES
Brief eines schon alten Lehrers an einen jungen Schüler in Ephesus. Beachte die Liste der Anforderungen an die Leitung: Fast alles ist Charakter, nicht Begabung (unsträflich, nüchtern, gastfrei, nicht gewalttätig, nicht geldgierig, der seinem Haus gut vorsteht). Nur ein Punkt ist Fähigkeit („lehrhaft“). Gott wählt Leiter nach dem aus, was sie sind, wenn niemand sie sieht. In Kapitel 6 folgt die Warnung vor dem Geld, fast immer falsch zitiert: Die Wurzel alles Übels ist nicht das Geld, sondern „Geiz“. Und die Formel des wahren Gewinns: „ein großer Gewinn, wer gottselig ist und lässet sich genügen“.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Prüfe heute einen Zug deines Charakters, den niemand sieht. Korrigiere ihn gerade deshalb, weil niemand ihn sieht.
Gebet der Lektion
Herr, forme meinen Charakter, ehe du meinen Einfluss erweiterst. Bewahre mich vor der Liebe zum Geld. Amen.