LUX VERITAS

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Septuaginta · Kapitel 1

Im Anfang machte Gott den Himmel und die Erde.

2Die Erde aber war unansehnlich und ungeordnet, und Finsternis lag über der Tiefe, und der Geist Gottes bewegte sich über dem Wasser.

3Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es wurde Licht.

4Und Gott sah, dass das Licht gut war, und Gott schied zwischen dem Licht und der Finsternis.

5Und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis nannte er Nacht. Und es wurde Abend und es wurde Morgen: der erste Tag.

6Und Gott sprach: Es werde eine Feste inmitten des Wassers, und sie scheide Wasser von Wasser. Und so geschah es.

7Und Gott machte die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem Wasser über der Feste.

8Und Gott nannte die Feste Himmel. Und Gott sah, dass es gut war, und es wurde Abend und es wurde Morgen: der zweite Tag.

9Und Gott sprach: Das Wasser unter dem Himmel sammle sich an einem Ort, und das trockene Land erscheine. Und so geschah es. Und das Wasser unter dem Himmel sammelte sich an seinen Orten, und das trockene Land erschien.

10Und Gott nannte das trockene Land Erde, und die Ansammlungen der Wasser nannte er Meere. Und Gott sah, dass es gut war.

11Und Gott sprach: Die Erde lasse Gras hervorsprossen, Samen tragendes Kraut nach seiner Art und nach seiner Gestalt, und Fruchtbäume, die Frucht tragen, deren Same in ihnen ist, nach ihrer Art auf der Erde. Und so geschah es.

12Und die Erde brachte hervor Gras, Samen tragendes Kraut nach seiner Art und nach seiner Gestalt, und Fruchtbäume, die Frucht tragen, deren Same in ihnen ist, nach ihrer Art auf der Erde. Und Gott sah, dass es gut war.

13Und es wurde Abend und es wurde Morgen: der dritte Tag.

14Und Gott sprach: Es sollen Lichter sein an der Feste des Himmels, die über der Erde leuchten, um Tag und Nacht zu scheiden; und sie seien zu Zeichen und zu Zeiten und zu Tagen und zu Jahren.

15Sie seien als Lichter an der Feste des Himmels, damit sie über der Erde scheinen. Und so geschah es.

16Und Gott machte die beiden großen Lichter: das größere Licht, um den Tag zu regieren, und das kleinere Licht, um die Nacht zu regieren, dazu auch die Sterne.

17Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, damit sie über der Erde scheinen,

18und den Tag und die Nacht zu regieren und zwischen dem Licht und der Finsternis zu scheiden. Und Gott sah, dass es gut war.

19Und es wurde Abend und es wurde Morgen: der vierte Tag.

20Und Gott sprach: Die Wasser bringen Gewimmel lebendiger Seelen hervor, und Vögel fliegen über der Erde an der Feste des Himmels. Und so geschah es.

21Und Gott schuf die großen Seeungeheuer und jedes lebendige Gewimmel, das die Wasser nach ihren Arten hervorbrachten, und jedes geflügelte Wesen nach seiner Art. Und Gott sah, dass sie gut waren.

22Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Wasser in den Meeren; und die Vögel sollen sich auf der Erde vermehren.

23Und es wurde Abend und es wurde Morgen: der fünfte Tag.

24Und Gott sprach: Die Erde bringe lebendige Seelen hervor nach ihrer Art: Vieh und Gewürm und Tiere des Feldes nach ihrer Art. Und so geschah es.

25Und Gott machte die Tiere des Feldes nach ihrer Art und das Vieh nach seiner Art und alles Gewürm der Erde nach seiner Art. Und Gott sah, dass sie gut waren.

26Und Gott sprach: Lasst uns den Menschen machen nach unserem Bild und nach unserer Gestalt, und sie sollen herrschen über die Fische des Meeres und über die Vögel des Himmels und über das Vieh und über die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.

27Und Gott machte den Menschen; nach dem Bild Gottes machte er ihn; männlich und weiblich machte er sie.

28Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehrt euch und füllt die Erde und macht sie euch untertan und herrscht über die Fische der Meere und über die Vögel des Himmels und über alles Vieh und die ganze Erde und über alles Gewürm, das auf der Erde kriecht.

29Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Samen tragende Kraut gegeben, das auf der ganzen Erde ist, und jeden Baum, der Frucht mit Samen trägt; euch soll es zur Speise sein.

30Aber allen Tieren des Feldes und allen Vögeln des Himmels und allem Gewürm, das auf der Erde kriecht und in dem Lebensodem ist, gebe ich alles grüne Kraut zur Speise. Und so geschah es.

31Und Gott sah alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war sehr gut. Und es wurde Abend und es wurde Morgen: der sechste Tag.

Wörter in diesem Kapitel

Was diese Wörter im Original bedeuteten – und wo sie noch vorkommen.

Englischer Text: The Septuagint Version of the Old Testament (London: Samuel Bagster and Sons, 1879), excerpts from Genesis, Lancelot C. L. Brenton, 1879 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.

Quelle: The Septuagint Version of the Old Testament (London: Samuel Bagster and Sons, 1879), excerpts from Genesis, Lancelot C. L. Brenton (1879) · gemeinfrei