Die 7 Posaunen
1 · LIES DEN TEXT
Offenbarung 8:1-13 und 9:20-21
Offenbarung 8:1-13
Im Leser öffnen →1Und da es das siebente Siegel auftat, ward eine Stille in dem Himmel bei einer halben Stunde. 2Und ich sah die sieben Engel, die da stehen vor Gott, und ihnen wurden sieben Posaunen gegeben. 3Und ein andrer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein goldenes Räuchfaß; und ihm ward viel Räuchwerk gegeben, daß er es gäbe zum Gebet aller Heiligen auf den goldenen Altar vor dem Stuhl. 4Und der Rauch des Räuchwerks vom Gebet der Heiligen ging auf von der Hand des Engels vor Gott. 5Und der Engel nahm das Räuchfaß und füllte es mit Feuer vom Altar und schüttete es auf die Erde. Und da geschahen Stimmen und Donner und Blitze und Erdbeben. 6Und die sieben Engel mit den sieben Posaunen hatten sich gerüstet zu posaunen. 7Und der erste Engel posaunte: und es ward ein Hagel und Feuer, mit Blut gemengt, und fiel auf die Erde; und der dritte Teil der Bäume verbrannte, und alles grüne Gras verbrannte. 8Und der andere Engel posaunte: und es fuhr wie ein großer Berg mit Feuer brennend ins Meer; und der dritte Teil des Meeres ward Blut, 9und der dritte Teil der lebendigen Kreaturen im Meer starben, und der dritte Teil der Schiffe wurden verderbt. 10Und der dritte Engel posaunte: und es fiel ein großer Stern vom Himmel, der brannte wie eine Fackel und fiel auf den dritten Teil der Wasserströme und über die Wasserbrunnen. 11Und der Name des Sterns heißt Wermut. Und der dritte Teil der Wasser ward Wermut; und viele Menschen starben von den Wassern, weil sie waren so bitter geworden. 12Und der vierte Engel posaunte: und es ward geschlagen der dritte Teil der Sonne und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne, daß ihr dritter Teil verfinstert ward und der Tag den dritten Teil nicht schien und die Nacht desgleichen. 13Und ich sah und hörte einen Engel fliegen mitten durch den Himmel und sagen mit großer Stimme: Weh, weh, weh denen, die auf Erden wohnen, vor den andern Stimmen der Posaune der drei Engel, die noch posaunen sollen!
Offenbarung 9:20-21
Im Leser öffnen →20Und die übrigen Leute, die nicht getötet wurden von diesen Plagen, taten nicht Buße für die Werke ihrer Hände, daß sie nicht anbeteten die Teufel und goldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hölzernen Götzen, welche weder sehen noch hören noch wandeln können; 21und taten auch nicht Buße für ihre Morde, Zauberei, Hurerei und Dieberei.
2 · VERSTEHE ES
Vor den Posaunen herrscht Stille im Himmel bei einer halben Stunde, und der Weihrauch, der aufsteigt, gehört „zum Gebet aller Heiligen“. Es ist eines der eindrucksvollsten Details des Buches: Das Gebet des Volkes Gottes ist Teil des Räderwerks der Geschichte. Die Posaunen folgen dem Muster der Plagen Ägyptens und treffen Erde, Meer, Flüsse und Gestirne, immer nur zum Teil (ein Drittel), denn noch sind sie Warnung, nicht das Ende. Und der traurigste Vers in Kapitel 9 sagt, dass die Überlebenden „taten nicht Buße“. In der Bibel hat das Gericht immer einen seelsorgerlichen Zweck: Es ist die Gelegenheit zur Umkehr. Sich davor zu verhärten ist die eigentliche Tragödie.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Bete heute für etwas, das du nicht lösen kannst, und glaube, dass dein Gebet wie Weihrauch vor dem Thron aufsteigt.
Gebet der Lektion
Vater, nimm meine Gebete wie Weihrauch an. Wenn ich dein Gericht in der Welt sehe, lass mein Herz weich werden, statt sich zu verhärten. Amen.