LUX VERITAS

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Tag 15 von 21

Philemon: Gnade und Versöhnung

1 · LIES DEN TEXT

Philemon 1:8-21

Philemon 1:8-21

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8Darum, wiewohl ich habe große Freudigkeit in Christo, dir zu gebieten, was dir ziemt, 9so will ich doch um der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher bin, nämlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi. 10So ermahne ich dich um meines Sohnes willen, Onesimus, den ich gezeugt habe in meinen Banden, 11welcher weiland dir unnütz, nun aber dir und mir wohl nütze ist; den habe ich wiedergesandt. 12Du aber wollest ihn, das ist mein eigen Herz, annehmen. 13Denn ich wollte ihn bei mir behalten, daß er mir an deiner Statt diente in den Banden des Evangeliums; 14aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf daß dein Gutes nicht wäre genötigt, sondern freiwillig. 15Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir gekommen, daß du ihn ewig wieder hättest, 16nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, als einen lieben Bruder, sonderlich mir, wie viel mehr aber dir, beides, nach dem Fleisch und in dem HERRN. 17So du nun mich hältst für deinen Genossen, so wollest du ihn als mich selbst annehmen. 18So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne mir zu. 19Ich, Paulus, habe es geschrieben mit meiner Hand: Ich will's bezahlen. Ich schweige, daß du dich selbst mir schuldig bist. 20Ja, lieber Bruder, gönne mir, daß ich mich an dir ergötze in dem HERRN; erquicke mein Herz in dem HERRN. 21Ich habe aus Zuversicht deines Gehorsams dir geschrieben; und ich weiß, du wirst mehr tun, denn ich sage.

2 · VERSTEHE ES

Der kürzeste Brief des Paulus und vielleicht der mutigste. Onesimus war Sklave, floh vor Philemon, begegnete Paulus im Gefängnis und wurde bekehrt. Paulus schickt ihn zurück mit einem Schreiben, das nicht befiehlt, sondern bittet: Nimm ihn auf „nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, als einen lieben Bruder“. Und er bietet sein eigenes Konto an: „So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne mir zu“, ein genaues Bild des Evangeliums. Ohne Pamphlete und ohne bewaffneten Aufstand legt Paulus den Samen, der die Sklaverei unter Christen unhaltbar machen sollte: Wenn zwei Menschen am selben Tisch Geschwister sind, verliert die Kette ihren Sinn.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Nimm heute den Verlust eines anderen auf dich, um eine Beziehung wiederherzustellen: Erlass eine Schuld, finanziell oder emotional.

Gebet der Lektion

Herr, gib mir Mut zur Versöhnung. Lass mich lieber den Preis zahlen, als die Distanz zu bewahren. Amen.