Titus: Die gesunde Lehre
1 · LIES DEN TEXT
Titus 2:1-15 und 3:3-8
Titus 2:1-15
Im Leser öffnen →1Du aber rede, wie sich's ziemt nach der heilsamen Lehre: 2den Alten sage, daß sie nüchtern seien, ehrbar, züchtig, gesund im Glauben, in der Liebe, in der Geduld; 3den alten Weibern desgleichen, daß sie sich halten wie den Heiligen ziemt, nicht Lästerinnen seien, nicht Weinsäuferinnen, gute Lehrerinnen; 4daß sie die jungen Weiber lehren züchtig sein, ihre Männer lieben, Kinder lieben, 5sittig sein, keusch, häuslich, gütig, ihren Männern untertan, auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde. 6Desgleichen die jungen Männer ermahne, daß sie züchtig seien. 7Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke, mit unverfälschter Lehre, mit Ehrbarkeit, 8mit heilsamem und untadeligem Wort, auf daß der Widersacher sich schäme und nichts habe, daß er von uns möge Böses sagen. 9Den Knechten sage, daß sie ihren Herren untertänig seien, in allen Dingen zu Gefallen tun, nicht widerbellen, 10nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf daß sie die Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in allen Stücken. 11Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen 12und züchtigt uns, daß wir sollen verleugnen das ungöttliche Wesen und die weltlichen Lüste, und züchtig, gerecht und gottselig leben in dieser Welt 13und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit des großen Gottes und unsers Heilandes, Jesu Christi, 14der sich selbst für uns gegeben hat, auf daß er uns erlöste von aller Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das fleißig wäre zu guten Werken. 15Solches rede und ermahne und strafe mit gutem Ernst. Laß dich niemand verachten.
Titus 3:3-8
Im Leser öffnen →3Denn wir waren weiland auch unweise, ungehorsam, verirrt, dienend den Begierden und mancherlei Wollüsten, und wandelten in Bosheit und Neid, waren verhaßt und haßten uns untereinander. 4Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers Heilandes, 5nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes, 6welchen er ausgegossen hat über uns reichlich durch Jesum Christum, unsern Heiland, 7auf daß wir durch desselben Gnade gerecht und Erben seien des ewigen Lebens nach der Hoffnung. 8Das ist gewißlich wahr; solches will ich, daß du fest lehrest, auf daß die, so an Gott gläubig geworden sind, in einem Stand guter Werke gefunden werden. Solches ist gut und nütze den Menschen.
2 · VERSTEHE ES
Titus war auf Kreta, einer Insel von schlechtem Ruf schon bei den Alten. Paulus beauftragt ihn, die Gemeinde zu ordnen, und besteht auf einem Gedanken: Lehre, die LEBEN hervorbringt. Jede Gruppe (Alte, Junge, Knechte) erhält eine praktische Weisung, und der Grund ist immer derselbe: „auf daß nicht das Wort Gottes verlästert werde“. Die richtige Lehre mit einem verdrehten Leben zerstört das Zeugnis schneller als eine Irrlehre. Und das Fundament steht in Kapitel 3: Wir wurden gerettet „nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, sondern nach seiner Barmherzigkeit“; deshalb, betont er, sollen die, die gläubig geworden sind, „in einem Stand guter Werke gefunden werden“. Nicht, um zu verdienen: aus Dankbarkeit.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Wähle eine konkrete gute Tat für diese Woche und tue sie, ohne es jemandem zu erzählen.
Gebet der Lektion
Gott, lass mein Leben meinem Glauben nicht widersprechen. Mach mein Verhalten zu einem Argument für deinen Namen. Amen.