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Akten der scilitanischen Märtyrer

1 Kapitel

Märtyrerakten

Kapitel

Lesehinweis

Akten des Prozesses und der Hinrichtung von zwölf Christen aus Scilli in Nordafrika am 17. Juli des Jahres 180. Es ist das älteste erhaltene christliche Dokument in lateinischer Sprache.

Englischer Text: Ante-Nicene Fathers, vol. 9, The Passion of the Scillitan Martyrs (Buffalo, 1896), J. Armitage Robinson, 1896 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.

Quelle: Ante-Nicene Fathers, vol. 9, The Passion of the Scillitan Martyrs (Buffalo, 1896), J. Armitage Robinson (1896) · gemeinfrei

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Verfasserschaft, Entstehungszeit und Umfeld

Die Akten der scillitanischen Märtyrer schildern eine Verhandlung in Karthago vor dem Prokonsul Saturninus am 17. Juli, als Praesens zum zweiten Mal zusammen mit Claudianus Konsul war. Das Konsulatsdatum entspricht dem Jahr 180 n. Chr. Der Verfasser ist ungenannt. Der Bericht hat die Form eines kurzen Gerichtsdialogs und schließt mit der Hinrichtung von Christen aus Scillium im römischen Africa. Die Catholic Encyclopedia zählt ihn zu den ältesten erhaltenen Märtyrerberichten dieser Region.

Aufbau des einzigen Kapitels

Diese Sammlung hat ein Kapitel. Es nennt zunächst sechs Angeklagte und verzeichnet ein Angebot der Milde. Es folgt ein Gespräch über den Schwur beim Genius des Kaisers, über die christliche Identität und über die Bücher in der Kiste des Speratus. Saturninus bietet Bedenkzeit an; nach einer weiteren Weigerung verliest er das Urteil. Die abschließende Verkündigung erweitert die Liste der Namen und endet damit, dass die Verurteilten hingerichtet werden.

Themen und Schlüsselstellen

Speratus sagt, dass er Steuern zahlt und Diebstahl und falsches Zeugnis ablehnt: Der Streit betrifft keine allgemeine Verweigerung des bürgerlichen Lebens, sondern die religiöse Handlung, die der Prokonsul verlangt. Donata unterscheidet die Ehre für den Kaiser von der Furcht vor Gott. Die Frage nach der Kiste des Speratus bringt Bücher und die Briefe des Paulus zur Sprache, ein Beleg für im Umlauf befindliche christliche Schriften. Das von Saturninus angebotene Aufschieben und die gemeinsame Weigerung zeigen die vor dem Urteil wiederholte Entscheidung.

Zusammenfassung nach Abschnitten

Eröffnung: Speratus, Nartzalus, Cittinus, Donata, Secunda und Vestia treten vor Saturninus. Er bietet Nachsicht an, falls sie ihren Kurs ändern, und verlangt einen mit dem Kaiser verbundenen Eid. Speratus antwortet mit dem Hinweis auf sein Verhalten, seinen Glauben und die Zahlung der Steuern; andere Angeklagte bekräftigen ihre christliche Identität.

Schluss: Der Prokonsul fragt, was in der Kiste sei, und Speratus nennt Bücher und die Briefe des Paulus. Saturninus gewährt dreißig Tage zum Nachdenken, doch die Angeklagten wiederholen ihren Entschluss. Das Urteil ordnet den Tod durch das Schwert an; der Herold nennt weitere Gefährten, und der Bericht endet mit Dank und Lobpreis.

Aufnahme und Überlieferung

Die von New Advent wiedergegebene Übersetzung von J. Armitage Robinson bewahrt den Wortwechsel und die längere Schlussliste. Die Notiz der Enzyklopädie von 1912 behandelt die sechs im Verfahren Genannten, während die Akte selbst mit mehr Namen endet. Dieser innere Unterschied mahnt dazu, die gesamte Gruppe nicht auf die sechs am Anfang zu verkürzen. Das Werk gehört zur frühchristlichen Märtyrerliteratur und ist kein biblisches kanonisches Buch.

Quellen

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