3. Baruch · Kapitel 14
Und dann kamen ebenso andere Engel, weinend und klagend und mit Furcht sprechend: Siehe, wie wir überschattet werden, o Herr, denn wir wurden bösen Menschen übergeben, und wir wünschen, von ihnen zu scheiden.
2Und Michael sprach: Ihr könnt nicht von ihnen scheiden, damit der Feind nicht am Ende siegt; sondern sagt mir, was ihr erbittet.
3Und sie sprachen: Wir bitten dich, Michael, unser Anführer, versetze uns von ihnen weg, denn wir können nicht bei bösen und törichten Menschen bleiben; denn es ist nichts Gutes in ihnen, sondern jede Art von Ungerechtigkeit und Habgier.
4Denn wir sehen sie überhaupt nicht in die Kirche eintreten, noch unter geistlichen Vätern, noch in irgendein gutes Werk. Wo aber Mord ist, da sind sie auch mitten darin, und wo Unzucht, Ehebruch, Diebstähle, Verleumdungen, Meineide, Eifersüchte, Trunkenheit, Streit, Neid, Murren, Geflüster, Götzendienst, Wahrsagerei und dergleichen sind, dort sind sie Täter solcher Werke und anderer, schlimmerer.
5Darum bitten wir, dass wir von ihnen scheiden dürfen. Und Michael sprach zu den Engeln: Wartet, bis ich vom Herrn erfahre, was geschehen wird.
Englischer Text: The Greek Apocalypse of Baruch, in The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. II, H. Maldwyn Hughes, 1913 (gemeinfrei). Deutsch: Übersetzung von Lux Veritas auf Grundlage dieser Ausgabe.
Quelle: The Greek Apocalypse of Baruch, in The Apocrypha and Pseudepigrapha of the Old Testament, vol. II, H. Maldwyn Hughes (1913) · gemeinfrei