Die tugendsame Frau
1 · LIES DEN TEXT
Sprüche 31:10-31
Sprüche 31:10-31
Im Leser öffnen →10Wem ein tugendsam Weib beschert ist, die ist viel edler denn die köstlichsten Perlen. 11Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm nicht mangeln. 12Sie tut ihm Liebes und kein Leides ihr Leben lang. 13Sie geht mit Wolle und Flachs um und arbeitet gern mit ihren Händen. 14Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt. 15Sie steht vor Tages auf und gibt Speise ihrem Hause und Essen ihren Dirnen. 16Sie denkt nach einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg von den Früchten ihrer Hände. 17Sie gürtet ihre Lenden mit Kraft und stärkt ihre Arme. 18Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlischt des Nachts nicht. 19Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die Spindel. 20Sie breitet ihre Hände aus zu dem Armen und reicht ihre Hand dem Dürftigen. 21Sie fürchtet für ihr Haus nicht den Schnee; denn ihr ganzes Haus hat zwiefache Kleider. 22Sie macht sich selbst Decken; feine Leinwand und Purpur ist ihr Kleid. 23Ihr Mann ist bekannt in den Toren, wenn er sitzt bei den Ältesten des Landes. 24Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Gürtel gibt sie dem Krämer. 25Kraft und Schöne sind ihr Gewand, und sie lacht des kommenden Tages. 26Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist holdselige Lehre. 27Sie schaut, wie es in ihrem Hause zugeht, und ißt ihr Brot nicht mit Faulheit. 28Ihre Söhne stehen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie: 29“Viele Töchter halten sich tugendsam; du aber übertriffst sie alle.” 30Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN fürchtet, soll man loben. 31Sie wird gerühmt werden von den Früchten ihrer Hände, und ihre Werke werden sie loben in den Toren.
2 · VERSTEHE ES
Das Schlussgedicht der Sprüche ist ein Akrostichon: Jeder Vers beginnt mit einem Buchstaben des hebräischen Alphabets, von Alef bis Taw. Die dort beschriebene Frau heißt eschet chajil, „Frau von Kraft“, ein militärischer Ausdruck, der in anderen Texten mit „tapferer Krieger“ wiedergegeben wird. Sie kauft Felder, pflanzt Weinberge, treibt Handel, lehrt mit Güte und öffnet ihre Hand dem Armen. Der Text ist keine Liste unmöglicher Forderungen, sondern ein Loblied der Ehre, das der Ehemann traditionell am Freitagabend seiner Frau vorliest. Und er endet damit, jede oberflächliche Lesart zu entwaffnen: „Lieblich und schön sein ist nichts; ein Weib, das den HERRN fürchtet, soll man loben.“
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Ehre heute laut und vor anderen Menschen eine Frau, deren Arbeit du gewöhnlich schweigend entgegennimmst: Mutter, Ehefrau, Tochter, Kollegin.
Gebet der Lektion
Herr, lehre mich, den Wert derer zu sehen und auszusprechen, die mir jeden Tag dienen, ohne ein Wort der Anerkennung zu empfangen. Amen.