LUX VERITAS

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Tag 3 von 14

Prediger und der Sinn des Lebens

1 · LIES DEN TEXT

Prediger 1:1-11 und 3:1-14

Prediger 1:1-11

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1Dies sind die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Königs zu Jerusalem. 2Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel. 3Was hat der Mensch für Gewinn von aller seiner Mühe, die er hat unter der Sonne? 4Ein Geschlecht vergeht, das andere kommt; die Erde aber bleibt ewiglich. 5Die Sonne geht auf und geht unter und läuft an ihren Ort, daß sie wieder daselbst aufgehe. 6Der Wind geht gen Mittag und kommt herum zur Mitternacht und wieder herum an den Ort, da er anfing. 7Alle Wasser laufen ins Meer, doch wird das Meer nicht voller; an den Ort, da sie her fließen, fließen sie wieder hin. 8Es sind alle Dinge so voll Mühe, daß es niemand ausreden kann. Das Auge sieht sich nimmer satt, und das Ohr hört sich nimmer satt. 9Was ist's, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was ist's, das man getan hat? Eben das man hernach tun wird; und geschieht nichts Neues unter der Sonne. 10Geschieht auch etwas, davon man sagen möchte: Siehe, das ist neu? Es ist zuvor auch geschehen in den langen Zeiten, die vor uns gewesen sind. 11Man gedenkt nicht derer, die zuvor gewesen sind; also auch derer, so hernach kommen, wird man nicht gedenken bei denen, die darnach sein werden.

Prediger 3:1-14

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1Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat seine Stunde. 2Geboren werden und sterben, pflanzen und ausrotten, was gepflanzt ist, 3würgen und heilen, brechen und bauen, 4weinen und lachen, klagen und tanzen, 5Stein zerstreuen und Steine sammeln, herzen und ferne sein von Herzen, 6suchen und verlieren, behalten und wegwerfen, 7zerreißen und zunähen, schweigen und reden, 8lieben und hassen, Streit und Friede hat seine Zeit. 9Man arbeite, wie man will, so hat man doch keinen Gewinn davon. 10Ich sah die Mühe, die Gott den Menschen gegeben hat, daß sie darin geplagt werden. 11Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und läßt ihr Herz sich ängsten, wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende. 12Darum merkte ich, daß nichts Besseres darin ist denn fröhlich sein und sich gütlich tun in seinem Leben. 13Denn ein jeglicher Mensch, der da ißt und trinkt und hat guten Mut in aller seiner Arbeit, das ist eine Gabe Gottes. 14Ich merkte, daß alles, was Gott tut, das besteht immer: man kann nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, daß man sich vor ihm fürchten soll.

2 · VERSTEHE ES

„Hewel hawalim“, bei Luther mit „ganz eitel“ wiedergegeben, bedeutet wörtlich Hauch, Dunst, Rauch, den die Hand nicht fassen kann. Der Prediger ist kein Pessimist, sondern ehrlich. Er betrachtet Arbeit, Vergnügen, Wissen und Geld und schließt, dass nichts davon für sich allein ein Leben trägt. Doch dasselbe Buch, das sagt, alles sei Hauch, gebietet, das Brot mit Freude zu essen, sich an der Arbeit der Hände zu erfreuen und anzuerkennen, dass alles seine Zeit hat unter dem Himmel. Die Lehre ist nicht, der Welt zu entsagen, sondern aufzuhören, von der Welt eine Last zu verlangen, die sie nicht tragen kann.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Finde etwas, von dem du zu viel Sinn erwartest (eine Stelle, ein Ergebnis, die Anerkennung eines Menschen). Tu es heute gut und überlasse das Ergebnis Gott, ohne von ihm zu fordern, was es dir nicht geben kann.

Gebet der Lektion

Ewiger Gott, du hast die Ewigkeit in das Herz des Menschen gelegt. Bewahre mich davor, dem Wind nachzujagen, und lehre mich, den heutigen Tag als dein Geschenk zu empfangen. Amen.