Die Weisheit Salomos
1 · LIES DEN TEXT
1. Könige 3:16-28 und 11:1-13
1. Könige 3:16-28
Im Leser öffnen →16Zu der Zeit kamen zwei Huren zum König und traten vor ihn. 17Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dies Weib wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause. 18Und über drei Tage, da ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir waren beieinander, daß kein Fremder mit uns war im Hause, nur wir beide. 19Und dieses Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im Schlaf erdrückt. 20Und sie stand in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, da deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Arm, und ihren toten Sohn legte sie an meinen Arm. 21Und da ich des Morgens aufstand, meinen Sohn zu säugen, siehe, da war er tot. Aber am Morgen sah ich ihn genau an, und siehe, es war nicht mein Sohn, den ich geboren hatte. 22Das andere Weib sprach: Nicht also; mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot. Jene aber sprach: Nicht also; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt. Und redeten also vor dem König. 23Und der König sprach: Diese spricht: mein Sohn lebt, und dein Sohn ist tot; jene spricht: Nicht also; dein Sohn ist tot, und mein Sohn lebt. 24Und der König sprach: Holet mir ein Schwert her! und da das Schwert vor den König gebracht ward, 25sprach der König: Teilt das lebendige Kind in zwei Teile und gebt dieser die Hälfte und jener die Hälfte. 26Da sprach das Weib, des Sohn lebte, zum König (denn ihr mütterliches Herz entbrannte über ihren Sohn): Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind lebendig und tötet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch dein; laßt es teilen! 27Da antwortete der König und sprach: Gebet dieser das Kind lebendig und tötet es nicht; die ist seine Mutter. 28Und das Urteil, das der König gefällt hatte, erscholl vor dem ganzen Israel, und sie fürchteten sich vor dem König; denn sie sahen, daß die Weisheit Gottes in ihm war, Gericht zu halten.
1. Könige 11:1-13
Im Leser öffnen →1Aber der König Salomo liebte viel ausländische Weiber: Die Tochter Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, sidonische und hethitische, 2von solchen Völkern, davon der HERR gesagt hatte den Kindern Israel: Gehet nicht zu ihnen und laßt sie nicht zu euch kommen; sie werden gewiß eure Herzen neigen ihren Göttern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe. 3Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; und seine Weiber neigten sein Herz. 4Und da er nun alt war, neigten seine Weiber sein Herz den fremden Göttern nach, daß sein Herz nicht ganz war mit dem HERRN, seinem Gott, wie das Herz seines Vaters David. 5Also wandelte Salomo Asthoreth, der Göttin derer von Sidon, nach und Milkom, dem Greuel der Ammoniter. 6Und Salomo tat, was dem HERRN übel gefiel, und folgte nicht gänzlich dem HERRN wie sein Vater David. 7Da baute Salomo eine Höhe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und Moloch, dem Greuel der Ammoniter. 8Also tat Salomo allen seinen Weibern, die ihren Göttern räucherten und opferten. 9Der HERR aber ward zornig über Salomo, daß sein Herz von dem HERRN, dem Gott Israels, abgewandt war, der ihm zweimal erschienen war 10und ihm solches geboten hatte, daß er nicht andern Göttern nachwandelte, und daß er doch nicht gehalten hatte, was ihm der HERR geboten hatte. 11Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist, und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten habe, so will ich auch das Königreich von dir reißen und deinem Knecht geben. 12Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun um deines Vaters David willen; sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reißen. 13Doch ich will nicht das ganze Reich abreißen; einen Stamm will ich deinem Sohn geben um Davids willen, meines Knechtes, und um Jerusalems willen, das ich erwählt habe.
2 · VERSTEHE ES
Das Urteil über die beiden Mütter ist der öffentliche Beweis der empfangenen Gabe: Salomo findet die Wahrheit nicht durch Beweise, sondern indem er das Herz jeder Frau offenlegt; die wahre Mutter will lieber das Kind verlieren, als es tot zu sehen. Die Herrschaft beginnt in Glanz, mit dem Tempel, dem Ruhm und der Königin von Reicharabien. Und sie endet im Verfall: siebenhundert Frauen aus politischen Bündnissen, Altäre für fremde Götter, „sein Herz war … abgewandt“. Der weiseste Mann der Geschichte fiel nicht aus Unwissenheit, sondern durch kleine, aufeinanderfolgende Zugeständnisse. Empfangene Weisheit garantiert keine bewahrte Treue.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Erkenne ein kleines Zugeständnis, das du immer wieder machst. Schneide es heute ab, solange es noch klein ist.
Gebet der Lektion
Herr, lass mein Herz sich nicht Stück für Stück abwenden. Bewahre mich auf dem Gipfel, denn dort vergesse ich dich am ehesten. Amen.