Davids Aufstieg
1 · LIES DEN TEXT
1. Samuel 16:1-13 und Psalm 78:70-72
1. Samuel 16:1-13
Im Leser öffnen →1Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trägst du Leid um Saul, den ich verworfen habe, daß er nicht König sei über Israel? Fülle dein Horn mit Öl und gehe hin: ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen habe ich mir einen König ersehen. 2Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wird's erfahren und mich erwürgen. Der HERR sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern. 3Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun sollst, daß du mir salbest, welchen ich dir sagen werde. 4Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da entsetzten sich die Ältesten der Stadt und gingen ihm entgegen und sprachen: Ist's Friede, daß du kommst? 5Er sprach: Ja, ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern; heiligt euch und kommt zu mir zum Opfer. Und er heiligte Isai und seine Söhne und lud sie zum Opfer. 6Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, der sei vor dem HERRN sein Gesalbter. 7Aber der HERR sprach zu Samuel: Sieh nicht an seine Gestalt noch seine große Person; ich habe ihn verworfen. Denn es geht nicht, wie ein Mensch sieht: ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an. 8Da rief Isai den Abinadab und ließ ihn an Samuel vorübergehen. Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwählt. 9Da ließ Isai vorübergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwählt. 10Da ließ Isai seine sieben Söhne an Samuel vorübergehen. Aber Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat der keinen erwählt. 11Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber sprach: Es ist noch übrig der jüngste; und siehe, er hütet die Schafe. Da sprach Samuel zu Isai; Sende hin und laß ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, bis er hierherkomme. 12Da sandte er hin und ließ ihn holen. Und er war bräunlich, mit schönen Augen und guter Gestalt. Und der HERR sprach: Auf! und salbe ihn; denn der ist's. 13Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David von dem Tage an und fürder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.
Psalmen 78:70-72
Im Leser öffnen →70Und erwählte seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafställen; 71von den säugenden Schafen holte er ihn, daß er sein Volk Jakob weiden sollte und sein Erbe Israel. 72Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte mit allem Fleiß.
2 · VERSTEHE ES
Samuel geht nach Bethlehem, um einen König zu salben, und irrt sich beinahe: Er sieht Eliab, groß und stattlich, und denkt: „Der ist es.“ Gott korrigiert ihn mit dem Satz, der die ganze Schrift durchzieht: „ein Mensch sieht, was vor Augen ist; der HERR aber sieht das Herz an“. David wurde nicht einmal zum Treffen gerufen: Er war bei den Schafen, der Arbeit mit dem geringsten Ansehen im Haus. Zwischen der Salbung und dem Thron liegen etwa fünfzehn Jahre voller Flucht, Höhlen und Ungerechtigkeit. Von Gott erwählt zu sein, verkürzte den Weg nicht; es gab ihm Sinn. Psalm 78 fasst es zusammen: Gott nahm ihn „von den säugenden Schafen“, damit er sein Volk weide „mit aller Treue“ und „mit allem Fleiß“.
3 · DENKE NACH UND ANTWORTE
Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.
- Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
- Was zeigt er über den Menschen und über dich?
- Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?
4 · LEBE UND BETE
Praktische Anwendung
Tu heute gut die Arbeit, die niemand sieht. Dort formt Gott oft die, die er später gebraucht.
Gebet der Lektion
Herr, du siehst mein Herz. Forme mich im Warten und lass mich zwischen der Verheißung und ihrer Erfüllung nicht aufgeben. Amen.