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Tag 12 von 14

Das Exil in Babylon

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2. Könige 25:1-12 und Jeremia 29:4-14

2. Könige 25:1-12

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1Und es begab sich im neunten Jahr seines Königreichs, am zehnten Tag des zehnten Monats, kam Nebukadnezar, der König zu Babel, mit aller seiner Macht wider Jerusalem; und sie lagerten sich dawider und bauten Bollwerke darum her. 2Also ward die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Königs Zedekia. 3Aber am neunten Tag des (vierten) Monats ward der Hunger stark in der Stadt, daß das Volk des Landes nichts zu essen hatte. 4Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsmänner flohen bei der Nacht auf dem Wege durch das Tor zwischen zwei Mauern, der zu des Königs Garten geht. Aber die Chaldäer lagen um die Stadt. Und er floh des Weges zum blachen Felde. 5Aber die Macht der Chaldäer jagte dem König nach, und sie ergriffen ihn im blachen Felde zu Jericho, und alle Kriegsleute, die bei ihm waren, wurden von ihm zerstreut. 6Sie aber griffen den König und führten ihn hinauf zum König von Babel gen Ribla; und sie sprachen ein Urteil über ihn. 7Und sie schlachteten die Kinder Zedekias vor seinen Augen und blendeten Zedekia die Augen und banden ihn mit Ketten und führten ihn gen Babel. 8Am siebenten Tag des fünften Monats, das ist das neunzehnte Jahr Nebukadnezars, des Königs zu Babel, kam Nebusaradan, der Hauptmann der Trabanten, des Königs zu Babels Knecht, gen Jerusalem 9und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des Königs und alle Häuser zu Jerusalem; alle großen Häuser verbrannte er mit Feuer. 10Und die ganze Macht der Chaldäer, die mit dem Hauptmann war, zerbrach die Mauer um Jerusalem her. 11Das andere Volk aber, das übrig war in der Stadt, und die zum König von Babel fielen, und den andern Haufen führte Nebusaradan, der Hauptmann, weg. 12Und von den Geringsten im Lande ließ der Hauptmann Weingärtner und Ackerleute.

Jeremia 29:4-14

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4So spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Gefangenen, die ich habe von Jerusalem wegführen lassen gen Babel: 5Bauet Häuser, darin ihr wohnen möget, pflanzet Gärten, daraus ihr Früchte essen möget; 6nehmet Weiber und zeuget Söhne und Töchter; nehmet euren Söhnen Weiber und gebet euren Töchtern Männern, daß sie Söhne und Töchter zeugen; mehret euch daselbst, daß euer nicht wenig sei. 7Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl. 8Denn so spricht der HERR Zebaoth, der Gott Israels: Laßt euch die Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrügen und gehorcht euren Träumen nicht, die euch träumen. 9Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR. 10Denn so spricht der HERR: Wenn zu Babel siebzig Jahre aus sind, so will ich euch besuchen und will mein gnädiges Wort über euch erwecken, daß ich euch wieder an diesen Ort bringe. 11Denn ich weiß wohl, was ich für Gedanken über euch habe, spricht der HERR: Gedanken des Friedens und nicht des Leidens, daß ich euch gebe das Ende, des ihr wartet. 12Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will euch erhören. 13Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen suchen werdet, 14so will ich mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und will euer Gefängnis wenden und euch sammeln aus allen Völkern und von allen Orten, dahin ich euch verstoßen habe, spricht der HERR, und will euch wiederum an diesen Ort bringen, von dem ich euch habe lassen wegführen.

2 · VERSTEHE ES

586 v. Chr.: Jerusalem fällt, der Tempel wird verbrannt, das Volk wird gefangen weggeführt. Es war das Ende von allem, was Israel Identität gab: Land, König und Tempel. Und gerade in dieser Stunde sendet Gott durch Jeremia den unerwartetsten Brief: Bauet Häuser, pflanzet Gärten, nehmet Weiber, und „Suchet der Stadt Bestes“, dahin ich euch habe lassen wegführen, „denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl“. Das heißt: Lebt. Der berühmte Vers 11 („Gedanken des Friedens und nicht des Leidens“) entsteht hier, mitten im Exil, gerichtet an Menschen, die noch siebzig Jahre vor sich hatten. Die biblische Hoffnung leugnet nicht die Dauer des Schmerzes.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Wenn du in einem „Exil“ bist (einer Lage, die du nicht gewählt hast und jetzt nicht ändern kannst), tu heute etwas, das du nur tätest, wenn du bleiben würdest: pflanze, ordne, fange an.

Gebet der Lektion

Herr, lehre mich, dort gut zu leben, wo ich nicht sein wollte. Gib mir Geduld für deine Zeit. Amen.