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Tag 1 von 14

Die Zeit der Richter

1 · LIES DEN TEXT

Richter 2:10-23 und 21:25

Richter 2:10-23

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10Da auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vätern versammelt wurden, kam nach ihnen ein andres Geschlecht auf, das den HERRN nicht kannte noch sein Werke, die er an Israel getan hatte. 11Da taten die Kinder Israel übel vor dem HERRN und dienten den Baalim 12und verließen den HERRN, ihrer Väter Gott, der sie aus Ägyptenland geführt hatte, und folgten andern Göttern nach von den Göttern der Völker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzürnten den HERRN; 13denn sie verließen je und je den HERRN und dienten Baal und den Astharoth. 14So ergrimmte der Zorn des HERRN über Israel und gab sie in die Hand der Räuber, daß diese sie beraubten, und verkaufte sie in die Hände ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden widerstehen; 15sondern wo sie hinaus wollten, da war des HERRN Hand wider sie zum Unglück, wie denn der HERR ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie wurden hart gedrängt. 16Wenn dann der HERR Richter auferweckte, die ihnen halfen aus der Räuber Hand, 17so gehorchten sie den Richtern auch nicht, sondern liefen andern Göttern nach und beteten sie an und wichen bald von dem Weg, darauf ihre Väter gegangen waren, des HERRN Geboten zu gehorchen, und taten nicht wie dieselben. 18Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit dem Richter und half ihnen aus ihrer Feinde Hand, solange der Richter lebte. Denn es jammerte den HERRN ihr Wehklagen über die, so sie zwangen und drängten. 19Wenn aber der Richter starb, so wandten sie sich und verderbten es mehr denn ihre Väter, daß sie andern Göttern folgten, ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie ließen nicht von ihrem Vornehmen noch von ihrem halsstarrigen Wesen. 20Darum ergrimmte denn des HERRN Zorn über Israel, daß er sprach: Weil dies Volk meinen Bund übertreten hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und gehorchen meiner Stimme nicht, 21so will ich auch hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat gelassen, da er starb, 22daß ich Israel durch sie versuche, ob sie auf dem Wege des HERRN bleiben, daß sie darin wandeln, wie ihre Väter geblieben sind, oder nicht. 23Also ließ der HERR diese Heiden, daß er sie nicht bald vertrieb, die er nicht hatte in Josuas Hand übergeben.

25Zu der Zeit war kein König in Israel; ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte.

2 · VERSTEHE ES

Das Buch der Richter beschreibt einen Kreislauf, der sich siebenmal wiederholt: Das Volk verlässt Gott, wird unterdrückt, schreit zu ihm, Gott erweckt einen Retter, es herrscht Frieden, und alles beginnt von vorn. Der Satz, der das Buch beschließt, erklärt die Wurzel: „ein jeglicher tat, was ihn recht deuchte“. Das war kein Atheismus, sondern eine Religion nach Maß, in der jeder seinen bequemen Gott hatte. Und die Richter sind keine Heiligen: Gideon zweifelt, Jephthah legt ein tragisches Gelübde ab, Simson lebt aus dem Impuls. Gott arbeitet mit dem menschlichen Material, das er hat. Die Zeit der Richter ist das Porträt dessen, was geschieht, wenn es keinen gemeinsamen Bezugspunkt gibt, und sie ist erstaunlich aktuell.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Wo hast du getan, was dich recht deuchte, ohne Gott zu fragen? Wähle einen Bereich und lege ihm heute eine Entscheidung vor.

Gebet der Lektion

Herr, durchbrich in mir den Kreislauf, dich zu vergessen, wenn es besser läuft. Sei du mein Bezugspunkt. Amen.