LUX VERITAS

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Tag 4 von 21

1. Korinther: Liebe und Gaben

1 · LIES DEN TEXT

1. Korinther 12:12-31 und 13:1-13

1. Korinther 12:12-31

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12Denn gleichwie ein Leib ist, und hat doch viele Glieder, alle Glieder aber des Leibes, wiewohl ihrer viel sind, doch ein Leib sind: also auch Christus. 13Denn wir sind auch durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist getränkt. 14Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele. 15So aber der Fuß spräche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein? 16Und so das Ohr spräche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein? 17Wenn der ganze Leib Auge wäre, wo bliebe das Gehör? So er ganz Gehör wäre, wo bliebe der Geruch? 18Nun hat aber Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am Leibe, wie er gewollt hat. 19So aber alle Glieder ein Glied wären, wo bliebe der Leib? 20Nun aber sind der Glieder viele; aber der Leib ist einer. 21Es kann das Auge nicht sagen zur Hand: Ich bedarf dein nicht; oder wiederum das Haupt zu den Füßen: Ich bedarf euer nicht. 22Sondern vielmehr die Glieder des Leibes, die uns dünken die schwächsten zu sein, sind die nötigsten; 23und die uns dünken am wenigsten ehrbar zu sein, denen legen wir am meisten Ehre an; und die uns übel anstehen, die schmückt man am meisten. 24Denn die uns wohl anstehen, die bedürfen's nicht. Aber Gott hat den Leib also vermengt und dem dürftigen Glied am meisten Ehre gegeben, 25auf daß nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder füreinander gleich sorgen. 26Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder mit. 27Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem Teil. 28Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs andre die Propheten, aufs dritte die Lehrer, darnach die Wundertäter, darnach die Gaben, gesund zu machen, Helfer, Regierer, mancherlei Sprachen. 29Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? Sind sie alle Wundertäter? 30Haben sie alle Gaben, gesund zu machen? Reden sie alle mancherlei Sprachen? Können sie alle auslegen? 31Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen köstlichern Weg zeigen.

1. Korinther 13:1-13

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1Wenn ich mit Menschen-und mit Engelzungen redete, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönend Erz oder eine klingende Schelle. 2Und wenn ich weissagen könnte und wüßte alle Geheimnisse und alle Erkenntnis und hätte allen Glauben, also daß ich Berge versetzte, und hätte der Liebe nicht, so wäre ich nichts. 3Und wenn ich alle meine Habe den Armen gäbe und ließe meinen Leib brennen, und hätte der Liebe nicht, so wäre mir's nichts nütze. 4Die Liebe ist langmütig und freundlich, die Liebe eifert nicht, die Liebe treibt nicht Mutwillen, sie blähet sich nicht, 5sie stellet sich nicht ungebärdig, sie suchet nicht das Ihre, sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu, 6sie freut sich nicht der Ungerechtigkeit, sie freut sich aber der Wahrheit; 7sie verträgt alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet alles. 8Die Liebe höret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhören werden und die Sprachen aufhören werden und die Erkenntnis aufhören wird. 9Denn unser Wissen ist Stückwerk, und unser Weissagen ist Stückwerk. 10Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stückwerk aufhören. 11Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein Kind und hatte kindische Anschläge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, was kindisch war. 12Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunkeln Wort; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich's stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin. 13Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

2 · VERSTEHE ES

Korinth war reich, weltoffen und streitlustig: Die Gemeinde spaltete sich über ihre Leiter, zog Brüder vor Gericht und machte aus den Gaben einen Streit um den Rang. Paulus antwortet mit dem Bild des Leibes: Der Fuß ist nicht weniger Leib, weil er keine Hand ist, und die Glieder, „die uns dünken die schwächsten zu sein“, sind die nötigsten. Und dann, mitten in einer Auseinandersetzung über Gaben, schreibt er Kapitel 13, das heute bei Hochzeiten gelesen wird, aber für Menschen geschrieben wurde, die sich innerhalb der Gemeinde hassten: „Die Liebe ist langmütig und freundlich“ … „sie läßt sich nicht erbittern, sie rechnet das Böse nicht zu“. Ohne Liebe wird die spektakulärste Gabe zu dröhnendem Metall und nichts weiter.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Lies 1. Korinther 13 und setze deinen Namen anstelle von „die Liebe“. Wo der Satz falsch klingt, liegt deine Aufgabe für diese Woche.

Gebet der Lektion

Herr, gib mir eine Liebe, die erträgt, die glaubt und die nicht aufgibt. Lass meine Gaben dienen und mich nicht zur Schau stellen. Amen.