LUX VERITAS

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Tag 19 von 21

Der Glaube, der handelt

1 · LIES DEN TEXT

Jakobus 2:14-26 und Römer 4:1-8

Jakobus 2:14-26

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14Was hilfst, liebe Brüder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen? 15So aber ein Bruder oder eine Schwester bloß wäre und Mangel hätte der täglichen Nahrung, 16und jemand unter euch spräche zu ihnen: Gott berate euch, wärmet euch und sättiget euch! ihr gäbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist: was hülfe ihnen das? 17Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm selber. 18Aber es möchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die Werke; zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken. 19Du glaubst, daß ein einiger Gott ist? Du tust wohl daran; die Teufel glauben's auch und zittern. 20Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, daß der Glaube ohne Werke tot sei? 21Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht geworden, da er seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte? 22Da siehst du, daß der Glaube mitgewirkt hat an seinen Werken, und durch die Werke ist der Glaube vollkommen geworden; 23und ist die Schrift erfüllt, die da spricht: “Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet,” und er ward ein Freund Gottes geheißen. 24So sehet ihr nun, daß der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht durch den Glauben allein. 25Desgleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke gerecht geworden, da sie die Boten aufnahm und ließ sie einen andern Weg hinaus? 26Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der Glaube ohne Werke tot.

1Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, daß er gefunden habe nach dem Fleisch? 2Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl Ruhm, aber nicht vor Gott. 3Was sagt denn die Schrift? “Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet.” 4Dem aber, der mit Werken umgeht, wird der Lohn nicht aus Gnade zugerechnet, sondern aus Pflicht. 5Dem aber, der nicht mit Werken umgeht, glaubt aber an den, der die Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit. 6Nach welcher Weise auch David sagt, daß die Seligkeit sei allein des Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, da er spricht: 7“Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind und welchen ihre Sünden bedeckt sind! 8Selig ist der Mann, welchem Gott die Sünde nicht zurechnet!”

2 · VERSTEHE ES

Der scheinbare Widerspruch zwischen Paulus („gerecht werde ohne des Gesetzes Werke, allein durch den Glauben“) und Jakobus („der Glaube ohne Werke tot“) verschwindet, wenn man sieht, dass beide „Werke“ in verschiedenem Sinn gebrauchen. Paulus bekämpft den, der das Heil durch Erfüllung des Gesetzes KAUFEN will; Jakobus bekämpft den, der sagt, er glaube, und nichts damit tut: „zeige mir deinen Glauben ohne die Werke, so will ich dir meinen Glauben zeigen aus meinen Werken“. Merkwürdigerweise berufen sich beide auf Abraham. Der Glaube, der rettet, ist der Glaube, der handelt; die Tat bewirkt nicht das Heil, sie ist sein Beweis. Ein Baum wird nicht zum Apfelbaum, indem er Äpfel trägt, aber der Apfelbaum trägt Äpfel.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Wo bleibt dein Glaube bei bloßen Worten? Wähle heute eine konkrete Tat, die zeigt, was du zu glauben sagst.

Gebet der Lektion

Herr, bewahre mich vor dem Glauben der Worte. Lass mein Leben zeigen, was mein Mund bekennt. Amen.