LUX VERITAS

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Tag 1 von 21

Der Brief an die Römer

1 · LIES DEN TEXT

Römer 1:1-17

1Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu predigen das Evangelium Gottes, 2welches er zuvor verheißen hat durch seine Propheten in der heiligen Schrift, 3von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch 4und kräftig erwiesen als ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da heiligt, seit der Zeit, da er auferstanden ist von den Toten, Jesus Christus, unser HERR, 5durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen, 6unter welchen ihr auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo, 7allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem HERRN Jesus Christus! 8Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller halben, daß man von eurem Glauben in aller Welt sagt. 9Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am Evangelium von seinem Sohn, daß ich ohne Unterlaß euer gedenke 10und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sich's einmal zutragen wollte, daß ich zu euch käme durch Gottes Willen. 11Denn mich verlangt, euch zu sehen, auf daß ich euch mitteile etwas geistlicher Gabe, euch zu stärken; 12das ist, daß ich samt euch getröstet würde durch euren und meinen Glauben, den wir untereinander haben. 13Ich will euch aber nicht verhalten, liebe Brüder, daß ich mir oft habe vorgesetzt, zu euch zu kommen (bin aber verhindert bisher), daß ich auch unter euch Frucht schaffte gleichwie unter andern Heiden. 14Ich bin ein Schuldner der Griechen und der Ungriechen, der Weisen und der Unweisen. 15Darum, soviel an mir ist, bin ich geneigt, auch euch zu Rom das Evangelium zu predigen. 16Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben, die Juden vornehmlich und auch die Griechen. 17Sintemal darin offenbart wird die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben steht: “Der Gerechte wird seines Glaubens leben.”

2 · VERSTEHE ES

Der Römerbrief ist der einzige Brief des Paulus an eine Gemeinde, die er nie besucht hatte, und deshalb ist er der systematischste: Er muss sich vorstellen und das ganze Evangelium darlegen. Das Thema steht in Vers 16: „Denn ich schäme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist eine Kraft Gottes, die da selig macht alle, die daran glauben“. In einer Hauptstadt, die alles nach Ehre und Schande bemaß, war die Aussage, er schäme sich eines zum Kreuz Verurteilten nicht, ein Skandal. Und er kündigt schon die Achse an: Die Gerechtigkeit Gottes wird offenbart „aus Glauben in Glauben“, und er zitiert Habakuk („Der Gerechte wird seines Glaubens leben“), einen Satz, der fünfzehn Jahrhunderte später in der Reformation Mauern einreißen sollte.

3 · DENKE NACH UND ANTWORTE

Lies den Text noch einmal und antworte in Ruhe. Diese drei Fragen begleiten jede Lektion der Reise.

  1. Was zeigt dieser Text darüber, wer Gott ist?
  2. Was zeigt er über den Menschen und über dich?
  3. Was wirst du heute wegen dieses Textes anders machen?

4 · LEBE UND BETE

Praktische Anwendung

Schreibe in einem Satz auf, was das Evangelium für dich ist. Wenn er zu lang für eine Notiz wird, hast du die Mitte noch nicht gefunden.

Gebet der Lektion

Herr, lass mich mich deines Evangeliums nie schämen, weder wegen des Spotts derer, die lachen, noch wegen des Schweigens derer, die den Frieden vorziehen. Amen.